Kri­sen­pro­test

Ihr wollt nicht für die Krise des Kapi­tals zahlen?

Dann lasst es doch!

Tat­säch­lich bezahlt ihr längst! Und die Demons­tra­ti­ons­auf­rufe benen­nen das auch: Wenn die Märkte ein­bre­chen, wenn in Indus­trie und Han­del die Geschäfte schrump­fen, dann wen­den die Unter­neh­men Scha­den von ihren Bilan­zen ab, indem sie ihn an ihre Arbeits­kräfte wei­ter­ge­ben: Sie ent­las­sen, ver­ord­nen Kurz­ar­beit, sen­ken Löhne. Sie pas­sen ihre Kos­ten an die ver­min­der­ten Geschäfts­ge­le­gen­hei­ten an und ver­tei­di­gen ihre Gewinne. An die­ser Front fin­det der Kampf darum statt, wer in wel­chem Maß dafür Opfer zu brin­gen hat, dass das Wachs­tum wie­der in Gang kommt und die ganze kapi­ta­lis­ti­sche Scheiße von vorne los­geht. Wer sich die Rolle als fle­xi­bler Kos­ten­fak­tor nicht mehr gefal­len las­sen will; wer es satt hat, in Zei­ten der Kon­junk­tur mit fle­xi­bler Arbeits­be­reit­schaft für das Wachs­tum der Pro­fite bereit zu ste­hen und in der Phase der Schrump­fung die Fir­men­bi­lan­zen durch Lohn­ver­zicht zu sanie­ren, der kommt um eine Kün­di­gung sei­ner Rolle als Ware Arbeits­kraft nicht herum. Die Auf­rufe zu die­ser Demons­tra­tion schimp­fen kräf­tig auf den Kapi­ta­lis­mus und for­dern „ein ande­res Wirt­schafts­sys­tem, das Mensch und Natur dient“ –aber den Kampf um die Abschaf­fung des Kapi­tals, den hal­ten sie nicht für nötig


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