Diskussionsveranstaltung

Ein Welt­ver­bes­se­rungs­ideal bekommt die Unter­stüt­zung, die es verdient

Viele linke Kri­ti­ker mei­nen, dass die Armut, die in unse­rer Markt­wirt­schaft Marke BRD hei­misch ist, ange­sichts beein­dru­cken­der Waren­berge und Pro­duk­tiv­kräfte eigent­lich über­flüs­sig und die Mög­lich­keit ihrer Über­win­dung des­we­gen ziem­lich nahe­lie­gend ist. Mit der pas­sen­den Por­tion Umfair­tei­lung – etwa über ein bedin­gungs­lo­ses Grund­ein­kom­men – mei­nen sie, den Kapi­ta­lis­mus von sei­nen häss­li­chen Schat­ten­sei­ten berei­ni­gen zu können.

Sol­che wohl­mei­nen­den Auf­fas­sun­gen, die den Kapi­ta­lis­mus seit sei­ner Ent­ste­hung beglei­ten, fan­gen sich regel­mä­ßig von den ide­el­len wie den wirk­li­chen Sach­wal­tern die­ser ‚herr­schen­den Zustände‘ mit dem Ver­weis auf eben diese ‚herr­schen­den Zustände‘, die ‚nun mal‘ so sind, wie sie sind, ihren Kon­ter ein: Anti­kri­ti­sche Stim­men beste­hen dar­auf, dass der­ar­tige Ver­bes­se­rungs­ideen sich an der unum­stöß­li­chen markt­wirt­schaft­li­chen Rea­li­tät als unrea­lis­ti­sche Träu­me­reien bla­mie­ren, was ganz selbst­ver­ständ­lich für die ‚Rea­li­tät‘ und gegen die Ver­bes­se­rungs­ideen spricht.

Jetzt kann man seit einer Weile in der Zei­tung lesen: In Davos und anderswo wird der Vor­schlag nach einem bedin­gungs­lo­sen Grund­ein­kom­men, „der sonst nur als Idee von Sozi­al­ro­man­ti­kern abge­tan wird“ von wasch­ech­ten Mana­gern, Kon­zern­vor­stän­den und wei­te­ren öko­no­mi­schen Ent­schei­dungs­trä­gern, „die sich kei­nes­wegs als Sozi­al­ro­man­ti­ker ver­ste­hen, son­dern als Anhän­ger der Markt­wirt­schaft“, selbst­be­wusst auf­ge­grif­fen und als Ant­wort auf die ‚Pro­bleme‘ der glo­ba­li­sier­ten und digi­ta­li­sier­ten ‚Arbeits­welt 4.0‘ ins Spiel gebracht.

Die über­ra­schende Unter­stüt­zung durch die Kon­zern­vor­stände soll­ten die Freunde des bedin­gungs­lo­sen Grund­ein­kom­mens nicht ein­fach als ver­lo­gen abtun; viel­mehr könnte sie gewisse Zwei­fel daran erwe­cken, was von die­ser schö­nen Idee zu hal­ten ist. In ihrem Rekla­me­feld­zug brin­gen die Unter­neh­mer und ihre Wer­be­agen­tu­ren näm­lich nicht nur die ganze Schä­big­keit die­ser Idee zur Spra­che, son­dern ver­ra­ten mit ihrem The­ra­pie­vor­schlag auch eini­ges dar­über, womit sie – und sie müs­sen es schließ­lich wis­sen – für die ‚Zukunft der Arbeit‘ ganz fest rechnen.

Die Diskussionsveranstaltung findet statt am im Studierendenhaus, Raum K2. Weitere Informationen sind auf der Seite zu den Diskussionsterminen verfügbar.

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Ist die Kon­struk­tion der Zukunft und das Fer­tig­wer­den für alle Zei­ten nicht unsere Sache, so ist desto gewis­ser, was wir gegen­wär­tig zu voll­brin­gen haben, ich meine die rück­sichts­lose Kri­tik alles Beste­hen­den, rück­sichts­los sowohl in dem Sinne, daß die Kri­tik sich nicht vor ihren Resul­ta­ten fürch­tet und eben­so­we­nig vor dem Kon­flikte mit den vor­han­de­nen Mächten.

Karl Marx